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Das Streitkräfteamt

Ein Wappen
Das Wappen des SKA (Quelle: SKA)

50 Jahre Know-how für die gesamte Bundeswehr

Über 1.200 Beschäftigte und weltweite Verantwortung, das macht heute das Streitkräfteamt (SKA) aus. Es wurde am 15. Dezember 1959 aufgestellt und vereint zentrale militärische Dienststellen aus den unterschiedlichsten Bereichen, angefangen vom militärischen Kraftfahrwesen bis hin zur truppendienstlichen Führung der Studenten an den beiden Universitäten der Bundeswehr, in seinem Kommandobereich. Bereits als die Dienststelle 1959 – damals noch als Bundeswehramt – geschaffen wurde, lag ihr Verantwortungsschwerpunkt im bundeswehr- beziehungsweise streitkräftegemeinsamen Bereich. Sie nimmt damit Aufgaben wahr, die weit über ihren Kommandobereich hinausgehen, zum Teil für die gesamte Bundeswehr. Hierzu zählen heute beispielsweise Medienarbeit, Controllingaufgaben, Reservistenangelegenheiten, Wehrpsychologie, Militärmusik und das Fachinformationswesen. Seinen derzeitigen Namen erhielt das SKA erst 1975. Gleichzeitig machten es damals verschiedene Umgliederungen zur „Höheren Kommandobehörde im Organisationsbereich der Zentralen Militärischen Dienststellen der Bundeswehr“.

Ein tiefer Umbruch: Die Aufstellung der SKB

Das Jahr 2001 brachte den dritten Lebensabschnitt für das SKA. Grund war dieses Mal der Entschluss, zentrale Aufgaben wie Logistik, Führungsunterstützung und Feldjägerdienst innerhalb der Bundeswehr künftig im neuen Organisationsbereich der Streitkräftebasis (SKB) zu bündeln. Gleichzeitig sah eine neue Führungsstruktur für die Teilstreitkräfte und militärischen Organisationsbereiche jeweils ein Führungskommando sowie ein Fachamt vor. Für die SKB sollte die letztgenannte Aufgabe künftig das SKA übernehmen. Seit 2001 gehört es nun zu seinen Aufträgen, die Neuausrichtung der Streitkräftebasis insgesamt voranzutreiben und dazu diesen Organisationsbereich als den zentralen Unterstützungsbereich der Streitkräfte inhaltlich sowie organisatorisch auszugestalten. Hierfür ist das SKA dem Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Inspekteur der Streitkräftebasis unterstellt und damit unmittelbar dem Bundesministerium der Verteidigung nachgeordnet.

Einsätze und Ausbildung

Mit seinen zahlreichen Dienststellen trägt das SKA sowohl zur Unterstützung der Einsätze als auch zu allen einsatzvorbereitenden Maßnahmen in Deutschland bei. Dazu gehört vor allem die Zuständigkeit für die streitkräftegemeinsame Ausbildung und die Weiterentwicklung der SKB. Daneben ist die truppendienstliche Führung des Kommandobereiches – des größten in der Bundeswehr – eine ständige Herausforderung, die gemeistert werden muss. Durch diesen vielfältigen Aufgaben-Mix sind dem Amtschef des SKA sehr unterschiedliche Dienststellen unmittelbar unterstellt. Dazu gehören unter anderem die Führungsakademie der Bundeswehr, das Zentrum für Transformation der Bundeswehr, das Bundeswehrkommando USA und Kanada, das Militärgeschichtliche Forschungsamt, das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr, die deutschen Soldaten in den NATO- und EU-Stäben sowie 63 Militärattachéstäbe. Dem SKA unterstehen zudem die meisten Ausbildungseinrichtungen der SKB. Unter anderem sind das zentrale Dienststellen wie die Logistikschule der Bundeswehr, die Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr, das Zentrum Innere Führung, die Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation und die Sportschule der Bundeswehr.

Verschiedenste Fachaufgaben unter einem Dach

Das Amt hat darüber hinaus den Auftrag, die gesamte Bundeswehr zentral durch Fachaufgaben zu unterstützen. Dies reicht von der Informations- und Medienarbeit über den Psychologischen Dienst bis zur Weiterentwicklung der Streitkräftebasis, von der Reservistenarbeit über den Internet-Auftritt der Bundeswehr bis zum Controlling, von Dienstvorschriften bis zur Infrastruktur und der Organisation der Streitkräftebasis. Vor allem das Lehrgangsmanagement an den Bundeswehrschulen der SKB, das zentral durch das SKA gesteuert wird, ist Ausdruck einer streitkräftegemeinsamen Ausbildungsverantwortung. Nach dem Motto „Ausbildung aus einer Hand“ sollen streitkräftegemeinsame Standards überall da sichergestellt werden, wo Soldaten aus mehr als einer Teilstreitkraft mit einem gemeinsamen Ausbildungsziel ausgebildet werden. Daher finden, wo immer möglich, Lehrgänge streitkräftegemeinsam statt, um Duplizierungen zu vermeiden und Synergie-Effekte zu erzielen. Durch Weiterentwicklung wird der Beitrag der Streitkräftebasis zum Fähigkeitsprofil der Bundeswehr ausgeformt und zukunftsfähig angepasst. Dabei erarbeitet das SKA Grundlagen, erstellt Beiträge zur Fähigkeitslage der Bundeswehr und leistet die Bedarfsermittlung und Planungskontrolle. Bei diesen Aufgaben arbeitet es eng mit dem Führungsstab der Streitkräfte und den Weiterentwicklern der anderen Teilstreitkräfte zusammen.

Beiträge zur Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr

Weitere aktuelle Themenfelder in den Fachabteilungen sind die Beiträge der SKB für internationale Streitkräfteplanungen, Untersuchungen zur Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr, neue Verfahren des Wissensmanagements oder Bundeswehr bezogene Forschungs- und Studienarbeiten. Auch die Mitwirkung bei Planung und Realisierung in der Fürsorge, wie der Vereinbarkeit von Familie und Dienst, unterstreichen die Rolle des SKA. Auch künftig wird das SKA die Bundeswehr maßgeblich mitgestalten und Einfluss auf die Weiterentwicklung der SKB nehmen.


Stand vom: 05.01.12 | Autor: 

http://www.streitkraefteamt.bundeswehr.de/portal/poc/ska?uri=ci%3Abw.skb_ska