Leitender Sanitätsoffizier
Der leitende Sanitätsoffizier (LSO SKA) betreut weltweit alle im Kommandobereich des Streitkräfteamtes dienenden deutschen Soldatinnen und Soldaten an ihrem Auslandsstandort medizinisch und unterstützt sie bei medizinischen Fremdleistungen. Er versorgt sie in den Auslandsverwendungen ohne eigenen Truppenarzt und außerhalb der Einsatzkontingente. Das schließt alle Begutachtungen, Durchführung von Impfprogrammen, Reisemedizinische Beratung und die erforderlichen Arzneimittelversorgung ein.
Er berät:
- den Amtschef des Streitkräfteamtes,
- alle im Ausland stationierten deutschen Dienststellenleiter des Kommandobereichs des Streitkräfteamtes,
- deutsche Militärattachés,
- die Leiter der Deutschen Beratergruppen der Bundeswehr in Afrika und Asien sowie
- alle Leiter von Auslandsdienststellen der Bundeswehr
zu allen sanitätsdienstlichen Fragestellungen.
Die truppenärztliche Betreuung beschränkt sich dabei nicht allein auf die telefonische Beratung der Soldatinnen und Soldaten. Bei Inlandsaufenthalten, z.B. im Rahmen von Tagungen oder Konferenzen, Dienstbesprechungen oder nach Entlassung aus stationärer Behandlung in Deutschland, werden viele Patientinnen und Patienten mit konkreten gesundheitlichen Anliegen beim Leitenden Sanitätsoffizier persönlich vorstellig. Dort werden sie dann im Rahmen einer truppenärztlichen Terminsprechstunde behandelt und/oder begutachtet. Darüber hinaus erfolgt die persönliche Betreuung auch im Rahmen regelmäßiger Besuche des LSO bei den Auslandsstandorten.Weltweiter Versorgungsbereich
Die Beratung der Angehörigen der im Ausland stationierten Soldatinnen und Soldaten gehört zwar grundsätzlich nicht zum Auftrag des Leitenden Sanitätsoffizier, ist aber ein häufig und gern genutztes (unentgeltliches) Serviceangebot. Der Leitende Sanitätsoffizier erfüllt mit diesem Service häufig so etwas wie eine "Nabelschnurfunktion" nach Deutschland.
Es gibt besondere Herausforderungen bei dieser Art der ärztlichen Betreuung. Die großen Entfernungen zwischen der Patientin oder dem Patienten und dem beratenden Arzt sowie multikulturelle Vielfalt, Klimaunterschiede, unterschiedliche Zeitzonen, schwierige Lebens- und Umweltbedingungen, denen die Soldatinnen und Soldaten und ihre Angehörigen ausgesetzt sind und, nicht zuletzt, bereits bestehende oder neu entstandene Erkrankungen und Verletzungen können Probleme darstellen. Hier wird immer wieder der „ganze" Arzt mit seiner Lebens- und Berufserfahrung gefordert, um mit dem entsprechenden Fingerspitzengefühl die für die Patientin/den Patienten optimale Entscheidung zu treffen.
"Flying Doctor's Service"
Vor diesem Hintergrund und um sich auch ein persönliches Bild über die jeweiligen Lebensumstände zu machen, besucht der Leitende Sanitätsoffizier regelmäßig seine zu Betreuenden in der Art eines "Flying Doctor’s Service".
Diese Aufgaben kann der als Leitender Sanitätsoffizier tätige Arzt selbstverständlich nicht allein erfüllen. Zur Unterstützung steht ihm ein kleiner Stab mit hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung. Zudem funktioniert die Zusammenarbeit mit und die professionelle Unterstützung durch den Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr reibungslos und hervorragend.

